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Affen und Seelöwen

Menschenaffen

Im neuen Menschenaffenhaus, das im Mai 2013 eröffnet wurde, leben zwei afrikanische Arten von Menschenaffen - Bonobos und Gorillas - in Familiengruppen. Damit diese in der neuen Anlage möglichst viel Platz haben, wurde die Haltung der dritten afrikanischen Menschenaffenart, der Schimpansen, aufgegeben - unsere letzten beiden Tiere zogen 2010 in einen ungarischen Zoo um. Auch das alte Menschenaffenhaus soll saniert und umgebaut werden. Deshalb sind im Herbst 2017 auch die beiden Orang-Utans vorläufig in das neue Menschenaffenhaus umgezogen. Dort bewohnen sie das Gorilla-Gehege für alternde Silberrücken, das aber zu diesem Zweck noch nicht benötigt wird.

Das dem alten Menschenaffenhaus benachbarte Jungtieraufzuchthaus beherbergte vor der Eröffnung der neuen Anlage auch den „Kindergarten“ für Gorillababys, die in anderen europäischen Zoos von ihren Müttern nicht angenommen wurden oder von ihnen nicht versorgt werden konnten. Dieser Kindergarten ist nun in die neue Anlage integriert - mit vielen Vorteilen für eine bessere Resozialisierung der Handaufzuchten, die hier von der Gorillafamilie nebenan durch eigene Anschauung viel lernen und mit ihr Kontakt aufnehmen können. Derzeit ist der Kindergarten leer, da erfreulicherweise aktuell kein Bedarf besteht. Nach der Änderung wurde das Jungtieraufzuchthaus umbenannt in Südamerikahaus, weil die meisten Bewohner aus der Region stammen.

Weitere Affenarten

Im Südamerikahaus (ehemals Jungtieraufzuchthaus) leben weiterhin verschiedene Arten von Krallenaffen (Kaiserschnurrbarttamarine, Weißgesichtseidenaffen, Zwergseidenaffen), Springtamarine und eine Zuchtgruppe der seltenen Drills („Waldpaviane“).

Gegenüber dem oberen Ende des alten Menschenaffenhauses findet man die Inselanlage mit dem (für Besucher nicht begehbaren) Haus für Goldstirnklammeraffen sowie das Außengehege für Weißhandgibbons. Dieses sehr hohe Gehege ist speziell für die einmalige Fortbewegungsweise des „Schwinghangelns“ eingerichtet. Im dazugehörenden Haus wohnen außer den Gibbons auch die Haubenlanguren aus Java mit ihren Punk-Frisuren. Totenkopfaffen werden in einem Gehege auf den Subtropenterrassen gezeigt. Weiter den Hang hinauf folgt die Affen-Felsanlage. Hier leben eine große Gruppe Blutprustpaviane - auch Dscheladas genannt - in Gemeinschaft mit Mähnenschafen und Klippschliefern sowie in dem Nachbargehege ein Trupp der aus Japan stammenden Rotgesichtsmakaken. Weitere Affenarten werden im Amazonienhaus (Brüllaffen, Weißkopfsakis, Goldkopf-Löwenäffchen) gezeigt.

Seelöwen

Vor der Krokodilhalle befindet sich auch die Anlage der Kalifornischen Seelöwen. Bei der Seelöwengruppe ist immer etwas los: schwimmen, spielen, sonnen, streiten... Die bewegungsfreudigen Robben laden stets zum Zuschauen ein. Eine der beiden täglichen Fütterungen sollten Sie nicht verpassen! Außer Donnerstags zeigen die Tiere jeden Tag, was alles in ihnen steckt. Verlangt wird aber nur, was ohnehin zum normalen Verhaltensrepertoire der Seelöwen gehört: Die Vorführungen sollen nicht nur den Zuschauern, sondern auch den Tieren Spaß machen.

Aktuelle Ausnahme:
Für die Sanierung des Seelöwenbeckens sind die Tiere derzeit in das im Moment ungenutzte Eisbärengehege umgezogen. Dort gibt in der Anfangszeit noch keine kommentierten Fütterungen, die Besucher können jedoch zu den üblichen Zeiten um 11 und 15 Uhr zuschauen, wie die Seelöwen trainiert und in ihre neue Umgebung eingewöhnt werden. Eine schöne Besonderheit sind hier die Unterwasserfenster, durch die man den Robben beim Tauchen zusehen kann.

Steckbriefe