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Pressemitteilung

Welt-Geparden-Tag: Wilhelma half 2022 bei Rettung und Nachzucht der Raubkatzen

Positive Nachrichten hat die Wilhelma zum Welt-Geparden-Tag, der am 4. Dezember international begangen wird. 2022 war auf vielfältige Weise ein gutes Jahr für den Artenschutz des schnellsten Landtiers der Welt. Von seinen kleinen, aber wichtigen Fortschritten berichtet der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart am Sonntag an einem Aktionsstand von 11 bis 15 Uhr direkt am Gehege mit dem Gepardennachwuchs, der früheren Eisbärenanlage.

Foto: CCF
Drei Geparden-Jungtiere konnten mit finanzieller Unterstützung der Wilhelma in Ostafrika vor dem illegalen Wildtierhandel gerettet werden.
Foto: Wilhelma Stuttgart
Die Geparden-Fünflinge der Wilhelma lenken viel Aufmerksamkeit auf die bedrohte Tierart.

Trotz seiner Geschwindigkeit ist der rasante Jäger längst selbst zum Gejagten geworden. Mit einem schwindenden Bestand von inzwischen weniger als 7500 Artgenossen sind Geparden seltener als Löwen und Leoparden. Da ist die der Wilhelma in diesem Sommer erstmals gelungene Nachzucht ein wertvoller Beitrag zu der Reservepopulation der Raubkatzen in menschlicher Obhut – der einzige Wurf in Europa in diesem Jahr.

Doch für den dauerhaften Erhalt der bedrohten Art muss ihr Überleben auch in der Wildnis geschützt werden. Die Wilhelma unterstützt mit Spenden ihrer Gäste und des Fördervereins den Cheetah Conservation Fund (CCF) in Afrika. Dank der Finanzspritze aus Stuttgart konnte der CCF jetzt drei Geparden-Welpen vor dem illegalen Wildtierhandel retten. Die Jungtiere gelten in manchen Regionen als Statussymbole. Dafür fangen oder schießen Wilderer die Muttertiere, um an den wenige Wochen alten Nachwuchs zu kommen. Drei Baby-Geparden konnten jetzt die Behörden im ostafrikanischen Somaliland konfiszieren und an den CCF geben. Dessen Betreuerinnen und Betreuer versorgen die kleinen Waisen medizinisch und päppeln sie auf, um sie bestenfalls wieder auszuwildern, wenn sie herangewachsen sind. Der CCF kümmert sich auf diese Weise um mittlerweile 90 gerettete Geparden und ist damit ein merklicher Faktor im Artenschutz.

Zudem kooperieren die Wilhelma und ihr Förderverein mit dem Cheetah Conservation Fund auch dauerhaft. Mit einem Zuschuss von 25.000 Euro pro Jahr kann der CCF zusätzliche Herdenschutzhunde für Hirten ausbilden. Damit können lokale Viehhalter verhindern, dass ihre Nutztiere Beute der Raubkatzen werden, und bejagen die Geparden dann nicht mehr.

Den vielseitigen Einsatz für den Artenschutz stellt das pädagogische Team der Wilhelmaschule am Welt-Geparden-Tag vor. Am Aktionsstand gibt es Raubtierschädel zum Anschauen, Fangzähne zum Vergleichen und Gepardenkrallen zum Anfassen. Wissensdurstige Eltern und Kinder können die Fragen eines Geparden-Quiz lösen und kleine Preise mit nach Hause nehmen. „Neben dem unmittelbaren Schutz der Tiere ist für den Erfolg die Information wichtig“, sagt Stefanie Reska, die in der Wilhelma für Artenschutz und Umweltbildung zuständig ist. „Nur wenn die Menschen die Besonderheiten der Tierarten kennen, begreifen sie die Herausforderung, sie zu retten. Das direkte Erlebnis dieser Tierarten in einem Zoo kann eine persönliche Bindung der Besucherinnen und Besucher schaffen und zu eigenem Engagement für den Erhalt der Natur und der Tierwelt anspornen“, sagt Reska. „Unsere Geparden-Fünflinge beim Aufwachsen beobachten zu können, ist dieses Jahr dafür das beste Beispiel.“ (kni)

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