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Botanische Sonderschauen

Zarte Blüten, exotische Früchte und bunte Farbenpracht laden in den Gewächshäusern das ganze Jahr über zum Verweilen und Staunen ein.

Mehr als 8.500 verschiedene Pflanzenarten und -sorten zählt der botanische Bestand der Wilhelma.

Ein Teil dieser Sammlung ist nur während weniger Wochen im Jahr in voller Schönheit zu sehen, wenn die intensive Pflege der Wilhelma-Gärtner*innen mit einem üppigen Blumenreigen belohnt wird. In der historischen Gewächshauszeile werden die Pflanzen daher im Wechsel ausgestellt.

Zitrusfrüchte – ein Hauch des Südens

März bis April

Zum Ende des Winters lockt die Hochblüte der Zitruspflanzen in den historischen Wintergarten. Besonders an sonnigen Tagen verbreiten sie ihren aromatischen Duft. Bereits 1853 beherbergte das filigrane Glashaus als sogenannte Orangerie über 500 Pflanzen dieser Gattung. Heute schwebt das Zitronenaroma in jedem Frühjahr zwischen Moosfarn und Palmen. Die aus Asien stammenden Rautengewächse fanden schon zur Zeit Alexanders des Großen ihren Weg nach Europa. Da sie sich leicht kreuzen lassen, gibt es ihre Früchte heute in vielen Farben, Formen und Größen. Von den weltweit 31 bekannten Arten und mehreren hundert Sorten besitzt die Wilhelma über 70 verschiedene Ausprägungen von der Kumquat bis zur Pampelmuse.

Zitrusfrüchte der Sonderschau im Wintergarten

34. Breitengrad - im Mittelmeerklima um die Welt

April bis September

Während des Sommers verwandelt sich das Wechselschauhaus in eine Landschaft aus aromatischen Kräutern, dornigen Sträuchern und widerstandsfähigen Sukkulenten. Die Schau „Leben auf dem 34. Breitengrad“ zeigt die typische Vegetation von fünf Gebieten, in denen aufgrund ihrer Lage die gleichen klimatischen Bedingungen herrschen. Sie alle befinden sich im selben Abstand zum Äquator, entlang des 34. Breitengrads – auf der Nord- wie der Südhalbkugel. Neben dem Mittelmeerraum zählen Landstriche von Chile, Kalifornien, Südafrika und Südaustralien dazu. Original-Gewächse wie kalifornischer Berglorbeer, australischer Teebaum und portugiesischer Rosmarin werden in kleinen Landschaftsausschnitten der jeweiligen Regionen arrangiert.

Eine Blüte der Königsprotee in der Schau zum 34. Breitengrad

Fuchsien - filigrane Blütenglöckchen

Mai bis September

Von Cremeweiß über Zartrosa bis Korallenrot reicht die Blütenpracht, die in den Sommermonaten wie ein Farbenrausch durch das historische Glashaus zieht. Dann bevölkern die Fuchsien mit ihren Abertausenden Blütenglöckchen das Gewächshaus. Als Ampel, Büschchen oder Hochstamm zieren sie seit dem 18. Jahrhundert zahlreiche Gärten, Terrassen und Balkone. Da sich die Nachtkerzengewächse gut kreuzen lassen, kann man sich heute weltweit an einer Vielfalt von über 12.000 Züchtungen erfreuen. Sie gehen auf etwa 120 bekannte Wildformen zurück, die ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika stammen. 35 dieser Urahninnen werden in der Wilhelma mit über 200 daraus gezüchteten Sorten gezeigt.

Pinkfarbene Fuchsien im Gewächshaus

Chilis – scharfe Schoten

September bis Oktober

Als Gewürz ist der Chili in der Küche ein beliebter Begleiter für zahlreiche Gerichte. Dass die bunten und oft scharfen Früchte auch mit Formen- und Farbenreichtum beeindrucken können, beweist die jährliche Sonderschau. Als runde Beeren, lange Schoten oder kleine Glöckchen zeigen sich über 100 verschiedene Sorten dieser Nachtschattengewächse im Wintergarten. Sie tragen klangvolle Namen wie „Halloween Ghost“, „Pimenta Pink Tiger“ oder „Lemon Drop“ und kommen nicht nur in flammendem Rot, sondern auch lachsfarben oder in dunklem Violett daher. Diese Vielfalt ist vor allem auf Züchtungen und Kreuzungen zurückzuführen. Die Wildformen der Pflanzengattung Capiscum besitzen lediglich kleine, nach oben gerichtete Früchte. Ihre Heimat liegt in Süd- und Mittelamerika.

Bunte, runde Chilifrüchte der Sonderschau im Wintergarten

Azaleen - üppige Augenweide

Oktober bis April

Rund 90 Azaleen-Sorten zeigen im Frühjahr ihre Blütenmäntel aus Rosa und Rot, Purpur und Weiß. In den historischen Gewächshäusern haben die Heidekrautgewächse ideale Bedingungen, um zu wachsen und zu gedeihen, aber auch in Schönheit zu altern. Denn die ersten Azaleen hatte schon Wilhelma-Gründer König Wilhelm I. von Württemberg angeschafft – der Bestand zählt damit zu unseren ältesten Sammlungen. Sechs der ursprünglichen Sorten sind heute noch hier zu Hause. Sie gehören der Art „Rhododendron simsii“ an und stammen von Pflanzen ab, die Ende des 17. Jahrhunderts erstmals aus Japan und China nach Europa kamen.

Kamelien - fernöstliche Schönheiten

Oktober bis April

Eher kühl mögen es die ursprünglich aus Gebirgsregionen Chinas, Japans und Nepals stammenden Kamelien. Bereits im Dezember öffnen die beliebten Ziersträucher ihre zarten, ebenmäßigen Blüten. Die Kamelien zählen zu den ältesten Kulturpflanzen Ostasiens und gehören zu den Teestrauchgewächsen. König Wilhelm I. von Württemberg ließ sie einst hierher in sein royales Refugium bringen. 23 seiner ursprünglichen Sträucher sind bis heute übermannshoch zu bewundern. Weil die Züchter über Jahrhunderte allein auf die Optik achteten, weisen nur wenige Sorten einen zarten Duft auf.

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