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Pflanzenvielfalt: Kanonenkugelbaum

Kanonenkugelbaum

Der ungewöhnliche Name dieses mit bis zu 35 Metern Höhe recht stattlichen Baums rührt von seinen bräunlichen Früchten her: Sie hängen oft bündelweise als große Kugeln mit einem Durchmesser von immerhin bis zu 25 Zentimetern am Baum. Sie sind essbar, wegen ihres fauligen Geruchs aber nur mäßig beliebt. Aus ihnen werden Pasten und Getränke hergestellt.

Die „Kanonenkugeln“ entwickeln sich aus auffälligen, sehr attraktiven, orangeroten Blüten, die mit einem Durchmesser von fünf bis sechs Zentimetern ebenfalls recht groß sind, im Gegensatz zur Frucht aber angenehm riechen. Sie öffnen sich überwiegend nachts, um Fledermäuse zur Befruchtung anzulocken. Die Blüten wachsen an der Spitze eines schlangenartigen, kahlen Blütenstands, der direkt aus dem Stamm oder aus kräftigeren Ästen entspringt. Mit zunehmendem Alter wächst er immer weiter und kann nach einigen Jahren mehrere Meter Länge erreichen.

Der Kanonenkugelbaum ist halbimmergrün. Mehrmals im Jahr wirft er seine alten Blätter ab, während nahezu gleichzeitig junge nachsprießen. Die länglichen Blätter (bis 20 Zentimeter und mehr) sitzen gedrängt an den Enden der Zweige, während die Blüten und Früchte an den langen Fruchtständen oft nach unten aus dem Blattwerk heraushängen und dem Baum sein prägnantes Aussehen verleihen.

Kanonenkugelbaum - Couroupita guianensis

Familie:
Topffruchtbaumgewächse (Lecythidaceae)
Heimat:
nördliches Südamerika bis Zentralamerika
Blütezeit:
am Ende der Regenzeit, in Kultur in unseren Breiten im Sommer
Lebensraum:
im Tieflandregenwald an Flussufern
Nutzung:
als beliebtes Ziergehölz auch in anderen tropischen Regionen, vor allem in Asien angepflanzt, dort häufig in Tempelanlagen

Hier wachse ich

Foto: Martina Denker

Amazonien

Rund 2000 Pflanzen bilden in dem zur Jahrtausendwende eröffneten Amazonienhaus das kleine Biotop eines südamerikanischen Regenwalds mit Wasserfall und Flusslandschaft. Er gibt nicht alle Geheimnisse auf den ersten Blick preis. Affen, Faultiere, Schlangen und Kaiman bleiben auf Distanz zu den Gästen. Viele Vogelarten, Fledermäuse, Echsen und Frösche sind frei im Haus unterwegs. Mit Geduld und Glück entdeckt man viele von ihnen.