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Pflanzenvielfalt: Magnolien

Magnolien

Die prächtig blühenden Magnolien sind mit über 200 Arten in Ostasien und dem östlichen Nordamerika verbreitet. Es handelt sich um sommer- bis immergrüne Sträucher oder Bäume, die häufig Wälder bilden. Ihre Wuchsform und Größe sind je nach Art sehr unterschiedlich; die bei uns gepflanzten Gehölze werden zwischen zwei und acht Meter hoch. Die Rinde vieler Arten wird als Arzneimittel verwendet.

Benannt sind die Magnolien zu Ehren des französischen Botanikers Pierre Magnol, der sich als einer der ersten Forscher bereits Ende des 17. Jahrhunderts um eine systematische Gliederung der Pflanzenwelt bemühte.

Das charakteristischste Merkmal der Magnolien sind zweifellos die prächtigen Blüten. Sie sitzen endständig an Zweigen und blühen im Frühjahr bei manchen Arten schon, bevor die Laubblätter ausgetrieben werden, was sie als Ziergehölze besonders beliebt gemacht hat. Bei anderen Arten erfolgen Blüte und Blattaustrieb gleichzeitig, vor allem amerikanische Arten blühen auch erst im Sommer, wenn der Baum längst alle Blätter ausgebildet hat. Die Blütenblätter sind schraubig an der Blütenachse angeordnet. Sie können beispielsweise tulpenartig oder sternförmig gebaut sein. Die Bestäubung erfolgt durch Käfer, anschließend bildet die Magnolie sogenannte Balgfrüchte, die einem Kiefernzapfen ähneln, von rötlichem Fruchtfleisch umgeben sind und aus denen nach der Reifung die Samen an dünnen Fäden herausragen. Diese werden von Vögeln gefressen und verbreitet.

Mehr als die Hälfte der Magnolien-Arten gilt als gefährdet, vor allem durch Lebensraumzerstörung und übermäßige Nutzung als medizinische Pflanze.

Über 70 Magnolienbäume stehen im Maurischen Garten der Wilhelma, der größte Bestand nördlich der Alpen. Rund ein Dutzend davon stammt noch aus der königlichen Entstehungszeit der Wilhelma.

Magnolien - Magnolia sp.

Familie:
Magnoliengewächse (Magnoliaceae)
Heimat:
Ostasien und östliches Nordamerika
Blütezeit:
März/April
Besonderheit:
Magnolien gehören zu den ältesten Blütenpflanzen der Welt und sind bereits aus der Kreidezeit vor 100 Millionen Jahren bekannt.