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Tierart: Westafrikanischer Kronenkranich

Westafrikanischer Kronenkranich

Kronenkraniche kommen ausschließlich in Afrika vor. Man unterscheidet zwischen zwei Arten: Bei der in der Wilhelma gehaltenen Art handelt es sich um den Westafrikanischen Kronenkranich, der in Westafrika und der Sahelzone verbreitet ist. Sein nächster Verwandter, der Grauhals-Kronenkranich, ist im östlichen und südlichen Afrika zu Hause. Charakteristisches Merkmal beider Arten ist ihre gelbe Federkrone. Eine weitere Gemeinsamkeit der zwei Arten ist, dass sie in ihren natürlichen Lebensräumen als gefährdet gelten. Zu den Bedrohungsursachen zählen die zunehmende Austrocknung von Feuchtgebieten aufgrund des Klimawandels sowie die Trockenlegung von Sümpfen zur landwirtschaftlichen Nutzung. Im Gegensatz zu anderen Kranicharten verbringen Kronenkraniche die Nacht in Bäumen, wo sie sicher vor Raubtieren sind. Mit einer Körpergröße von ca. 105 cm, einer Flügelspannweite von 180-200 cm und einem Gewicht von 3-4 kg gehören Kronenkraniche zu den kleineren Kranicharten. Zur Fortpflanzung leben Kronenkraniche paarweise, während sie sich außerhalb der Brutzeit zu größeren Verbänden zusammenschließen können. Das Gelege besteht aus 2-4 bläulich-weißen Eiern, welche abwechselnd von beiden Partnern bebrütet werden. Die Jungtiere wachsen schnell und sind bereits im Alter von 10-12 Wochen flugfähig.

Westafrikanischer Kronenkranich - Balearica p. pavonina

Systematik:
Kraniche
Lebensraum:
Feuchtsavannen, Ufer von Binnenseen
Verbreitung:
Westafrika und in der Sahelzone (vom Senegal bis zum Tschad)
Nahrung:
Insekten, kleine Wirbeltiere, Sämereien
Fortpflanzung:
zwei bis vier Eier, Brutdauer 28 bis 31 Tage
Sozialstruktur:
paarweise oder in Familienverbänden
Bestand:
stark rückläufig, stellenweise ausgerottet
Besonderheit:
Nationalvogel von Nigeria

Gefährdung

Die 1964 erstellte Rote Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) hat sich zur umfassendsten Informationsquelle über den globalen Erhaltungszustand von Tier-, Pilz- und Pflanzenarten entwickelt. In ihr sind mittlerweile über 40.000 Spezies gelistet und gibt Auskunft über deren Verbreitungsgebiet, Populationsgröße, Lebensraum und Ökologie, Nutzung und/oder Handel, Bedrohungen und Erhaltungsmaßnahmen. Sie ist ein wichtiges Indikator für den Zustand der biologischen Vielfalt unserer Welt und ist zudem ein Instrument, um diese Vielfalt dauerhaft zu erhalten.

Hier wohne ich

Mangrovenreiher und Moorente
Foto: Inga Dauter

Welt der Vögel

Die Vielfalt der Vögel ist immens. Fast 10.000 Arten sind bis heute weltweit beschrieben. Eingebettet in den den historischen Teil der Wilhelma zwischen Haupteingang, Wilhelma-Theater und Seelöwenbecken kann die Welt der Flugkünstler vom kleinen Wiedehopf bis zum langhalsigen Emu erkundet werden.