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Pflanzenvielfalt: Aasblume

Aasblume

Den wenig einladenden Namen verdankt die Aasblume ihrer Fortpflanzungsstrategie: Ihre Blüten strömen einen Kadavergeruch aus, der Fliegen oder Käfer zur Bestäubung anlockt. Eine ökologische Strategie, die eine ganze Reihe von Pflanzen verfolgen, weshalb der deutsche Name „Aasblume“ auch die etwa 50 Varietäten der Stapelien (Gattung Stapelia)und weitere Pflanzenarten bezeichnet.

Aasblumen sind sogenannte Täuschblumen: Mit ihrem Geruch und mit ihren rötlichen, breiten Blütenblättern in der Optik einer einladenden Fleischwunde, perfektioniert noch durch wie Schimmel aussehende weiße Härchen, führen sie entsprechend veranlagte Insekten auf die falsche Fährte. Die wittern einen geeigneten Eiablageplatz, bestäuben bei ihrem vergeblichen Tun aber nur die Pflanze.

Die Triebe der Aasblume sind sukkulent, also wasserspeichernd. Sie sehen aus wie kleine, senkrecht nach oben wachsende, vierkantige Kakteen. Die auf dem Boden ausgebreitet liegende Blüte hat einen Durchmesser von bis zu 11 Zentimetern. 

Aasblume - Stapelia asterias

Familie:
Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Heimat:
Südafrika, westliche Kapprovinz
Lebensraum:
trockene, felsige Berghänge
Besonderheit:
imitiert mit ihren Blüten Aas, um Insekten zur Bestäubung anzulocken

Hier wachse ich

Orchideenblüten im historischen Gewächshaus

Historische Gewächshauszeile

Die Historische Gewächshauszeile zeigt die vielfältige Flora und Fauna unseres Planeten in zahlreichen Facetten: Tropische Orchideen, dornige Kakteen, australische Vögel und filigrane Blüten warten unter den historischen Dächern und Kuppeln aus Glas und Gusseisen. Im angrenzenden Neubau geht es in die Welt der Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren.