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Pflanzenvielfalt: Kamelien

Kamelien

Botanisch gesehen sind die immergrünen Kamelien eng verwandt mit dem Teestrauch Camellia sinensis, dessen Blüten aber im Vergleich mit den Zierkamelien eher unscheinbar sind. Die Kamelien mit 200 Arten gehören zu den ältesten Kulturpflanzen Ostasiens. Ab 1731 kamen die ersten Kamelien nach Europa. Mittlerweile gibt es geschätzt über 30.000 Sorten, die meisten sind Züchtungen der Art Camellia japonica. Neben einfachen Blüten gibt es halbgefüllte oder gefüllte Formen in den Farbnuancen von rot über rosa bis gelb und weiß, die anemonen-, päonien- oder rosenförmig sind. Kamelienblüten bestechen vor allem durch ihre Optik und nicht durch Duft, denn nur wenige weisen einen zarten Duft auf, wie beispielsweise die Sasanqua-Kamelien. Der Gattungsname Camellia stammt von Carl von Linné, der die Pflanze nach dem Jesuitenpater Georg Joseph Kamel (latinisiert: Camelus) benannte.

Kamelien - Camellia spp.

Familie:
Teestrauchgewächse (Theaceae)
Heimat:
Verbreitungsschwerpunkt Ostasien (von China über Indien, Nepal, Thailand, Kambodscha und Indonesien bis nach Japan)
Ausstellungszeit:
Oktober bis April
Blütezeit:
Dezember bis März
Lebensraum:
im Unterwuchs von Gebirgswäldern auf sauren Böden
Besonderheit:
Von den Kamelien, die neben den Azaleen die älteste Sammlung der Wilhelma ist, existieren bis heute noch zahlreiche Pflanzen aus der Zeit König Wilhelms I. von Württemberg (1781-1864).

Hier wachse ich

Orchideenblüten im historischen Gewächshaus

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Die Historische Gewächshauszeile zeigt die vielfältige Flora und Fauna unseres Planeten in zahlreichen Facetten: Tropische Orchideen, dornige Kakteen, australische Vögel und filigrane Blüten warten unter den historischen Dächern und Kuppeln aus Glas und Gusseisen. Im angrenzenden Neubau geht es in die Welt der Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren.