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Pflanzenvielfalt: Lebende Steine

Lebende Steine

Bei den Lebenden Steinen ist der Name Programm: Sie sehen tatsächlich aus wie relativ glatte Steine, die im Boden versenkt liegen. Die rund 40 Arten wachsen auf steinigem Untergrund in den Trockengebieten im südlichen Afrika und sind so bestens getarnt. Auf eisenhaltigen Böden sind sie braunrot gefärbt, auf Kalkböden grau. So entgehen sie pflanzenfressenden Tieren, die es auf ihr wasserspeicherndes Gewebe abgesehen haben.

Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass sich durch den vermeintlichen Stein ein deutlicher Spalt zieht. Bei den beiden Hälften handelt es sich um zwei fast zylindrisch geformte Blätter (Loben). Diese Form minimiert die Oberfläche im Vergleich zum Volumen und bietet so einen guten Verdunstungsschutz. Die Loben erreichen einen Durchmesser von zwei bis fünf Zentimetern und eine Höhe bis drei Zentimeter. In der Trockenzeit bildet sich im Schutz der alten Blätter ein neues Lobenpaar. Ältere Pflanzen können auch mehrere Lobenpaare ausbilden.

Auf der Oberfläche der Pflanze erkennt man mehr oder weniger transparente Bereiche, die sogenannten Fenster. Durch sie dringt Licht in das Pflanzeninnere ein; so entsteht eine größere Fläche zur Photosynthese, als aufgrund des oberflächenminimierten Wuchses sonst möglich wäre.

Lebende Steine haben Pfahlwurzeln, die tief in den Untergrund reichen und von dort Wasser ziehen können. Am Ende der Regenzeit erwachen die Steine dann endgültig zum Leben: Aus den Spalten wachsen plötzlich winzige rote oder weiße Blüten, die sich im Tagesverlauf gegen Mittag öffnen.

Lebende Steine - Lithops spp.

Familie:
Mittagsblumengewächse (Aizoaceae)
Heimat:
südliches Afrika
Ausstellungszeit:
September bis November
Lebensraum:
steinige Trockengebiete
Besonderheit:
Eine als Stein getarnte Pflanze – ein Beispiel für pflanzliche Mimese.

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