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Pflanzenvielfalt: Säulenkaktus (Pachycereus)

Säulenkaktus (Pachycereus)

Die Säulenkakteen der Gattung Pachycereus sind auch im Deutschen vor allem unter ihrem wissenschaftlichen Namen bekannt. Zu dieser Gattung zählen derzeit etwa sieben Arten, die alle im Südwesten Nordamerikas zu Hause sind. Im Deutschen ist mit dem Namen „Pachycereus“normalerweise die Art Pachycereus pringlei gemeint. In seiner Heimat wird er – wie andere große Säulenkakteen – Cardón genannt.

Dieser mächtige, baumartig wachsende Säulenkaktus erreicht normalerweise eine Höhe von bis zu 12 Metern und ein Gewicht von bis zu 25 Tonnen. Der an der Basis bis zu einem Meter dicke, sukkulente Stamm dient als Wasserspeicher. Er verzweigt sich in geringer Höhe, von wo aus dann die einzelnen Säulen fast senkrecht in die Höhe wachsen. Wie bei vielen Kakteen sind die Blätter zum Schutz vor Verdunstung, Sonneneinstrahlung und Fraß zu kräftigen, langen Dornen (im allgemeinen Sprachgebrauch Stacheln genannt) umgebildet. Stamm und Säulen weisen zehn bis 17 Rippen auf, die einerseits je nach Sonnenstand für eine zusätzliche Teilbeschattung der Oberfläche des Kaktus sorgen und sich andererseits je nach aufgenommener Wassermenge ziehharmonikaartig ausdehnen oder zusammenziehen. Dank einer Symbiose mit stickstoffbindenden Bakterien kann dieser Kaktus auch auf extrem kargen Böden oder fast nacktem Fels wachsen.

Es gibt bei Pachycereus pringlei rein männliche, rein weibliche und zwittrige Exemplare – eine Seltenheit unter Kakteen. Die weißen Blüten knospen auf dem Grat der Säulenrippen, öffnen sich nachts und schließen sich am Vormittag. Nach der Befruchtung durch die auf diese Kakteen spezialisierte Blütenfledermaus bilden sie kugelförmige bis leicht ovale, dicht behaarte Kaktusfrüchte, in deren Fruchtfleisch die Samen verborgen sind. Diese Früchte waren für die indigenen Seri, die in der Sonora-Wüste lebten, eine wichtige Nahrungsgrundlage und werden auch heute noch gegessen.

Pachycereus pringlei kann mehrere hundert Jahre alt werden.

Säulenkaktus (Pachycereus) - Pachycereus pringlei

Familie:
Kakteengewächse (Cactaceae)
Heimat:
Nordwest-Mexiko
Blütezeit:
März bis Juni
Lebensraum:
Wüstengebiete in Meeresnähe
Besonderheit:
Mit einem Rekordexemplar von 19,2 Metern stellt Pachycereus pringlei derzeit den größten lebenden Kaktus der Welt. Aus historischer Zeit sind allerdings noch größere Saguaro-Kakteen (Carnegiea gigantea) bekannt.

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Maurischer Garten und Maurisches Landhaus

Das Maurische Landhaus wurde als Badhaus geplant, dann aber als Wohnhaus erbaut. Schon zu Zeiten König Wilhelms I. war der zentrale Wohntrakt beidseitig von Gewächshäusern eingerahmt. Heute beherbergt der gesamte Bau fünf in sich abgeschlossene Pflanzenhäuser sowie zahlreiche tropische Vögel. Vor dem Landhaus entfaltet sich der Maurische Garten mit dem Seerosenbecken. Die historischen Leuchter, Kandelaber genannt, die große Freitreppe, die vielen Skulpturen und die landschaftsarchitektonische Anordnung der Wege, Brunnen und Pflanzen machen ihn zu einem echten Glanzstück.