
Australien-Krokodil
Das Australien-Krokodil gehört zu den kleineren Arten, die Tiere werden durchschnittlich zwei bis maximal drei Meter lang. Charakteristisch für die Art ist die schmale Schnauze.
Fortpflanzungszeit ist die Trockenzeit im August / September. Da die Nester immer in Wassernähe liegen, gehen durch außergewöhnliche Regenfälle viele Gelege verloren. Zudem werden die Nester gerne von großen Waranen geplündert.
Das Australien-Krokodil gilt an sich als nicht gefährdet, zu den größten Bedrohungen für diese Art zählt aber die giftige Agakröte: Diese sehr große Krötenart aus Südamerika wurde 1935 zur Bekämpfung von Schädlingen in Zuckerrohrplantagen in Australien ausgesetzt und hat sich dort mangels natürlicher Feinde rasant ausgebreitet - ohne positiven Effekt für die Zuckerrohrbauern. Für die ausstralische Tierwelt inklusive der Krokodile ist diese Kröte eine immense, tödliche Gefahr, da sie als natürliche Nahrung wahrgenommen wird, ihre Fressfeinde dann aber an dem starken Krötengift schnell zugrunde gehen. Für viele australische Tierarten ist daher diese invasive Kröte der stärkste Gefährdungsfaktor.
Australien-Krokodil - Crocodylus johnsoni
- Systematik:
- Krokodile (Crocodylidae)
- Lebensraum:
- Flüsse und Sümpfe
- Verbreitung:
- Nord-Australien
- Nahrung:
- hauptsächlich Fische; aber auch Krebse, Amphibien, Reptilien, Vögel, Kleinsäuger
- Fortpflanzung:
- bis zu 20 Eier; Brutdauer 65 bis 95 Tage
- Besonderheit:
- Wie bei allen Krokodilen und vielen anderen Reptilien wird das Geschlecht nicht genetisch bestimmt, sondern hängt von der Bruttemperatur der Eier ab: bei 30-32C schlüpfen fast nur Männchen; liegt die Temperatur darüber oder darunter, schlüpfen vornehmlich Weibchen.
Gefährdung
Die 1964 erstellte Rote Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) hat sich zur umfassendsten Informationsquelle über den globalen Erhaltungszustand von Tier-, Pilz- und Pflanzenarten entwickelt. In ihr sind mittlerweile über 40.000 Spezies gelistet und gibt Auskunft über deren Verbreitungsgebiet, Populationsgröße, Lebensraum und Ökologie, Nutzung und/oder Handel, Bedrohungen und Erhaltungsmaßnahmen. Sie ist ein wichtiges Indikator für den Zustand der biologischen Vielfalt unserer Welt und ist zudem ein Instrument, um diese Vielfalt dauerhaft zu erhalten.
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Aquarium und Terrarium
Das bereits 1967 eingeweihte Gebäude ist bis heute eine renommierte Einrichtung. Die beiden Bereiche des Aquariums zeigen zum einen Wassertiere der gemäßigten Zonen, dazu zählen etwa die Nordsee und das Mittelmeer. Zum anderen sind tropische Süßwasserfische und Bewohner der Korallenriffe zu erleben. In der Schau befinden sich 71 Aquarien sowie sechs Klimalandschaften und fünf Uferbecken. Verbunden sind die beiden Gebäudeflügel durch den Mittelbau, der 32 Terrarien und die Krokodilhalle umfasst. Insgesamt leben hier in diesem Zentrum der Vielfalt rund 750 Tierarten.