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Tierart: Australischer Lungenfisch

Australischer Lungenfisch

Dieses lebende Fossil existiert unverändert seit über 380 Millionen Jahren im südöstlichen Queensland. In sauerstoffreichen Gewässern reichen dem 1,7 Meter langen Bodenbewohner Haut- und Kiemenatmung völlig aus - die Lungenatmung ist von geringer Bedeutung. Australische Lungenfische haben nur einen Lungensack (afrikanische und südamerikanische Lungenfische dagegen zwei) und unterscheiden sich äußerlich durch große Schuppen und kräftige Brustflossen von den entfernten Verwandten aus Afrika und Südamerika. Sie können nicht über Land wandern und sich im Schlamm eingraben, ein Austrocknen des Wohngewässers überleben sie nicht.

Sie können über 60 Jahre alt werden, sind aber erst mit 15 bis 20 Jahren geschlechtsreif. Die Geschlechter unterscheiden sich äußerlich nicht. Die Eier der Lungenfische ähneln Amphibienlaich - sie sind groß, dotterreich und mit einer Gallerthülle umgeben. Die Larven schlüpfen nach vier Wochen und haben im Gegensatz zu anderen Lungenfischarten keine äußeren Kiemen.

Australischer Lungenfisch - Neoceratodus forsteri

Systematik:
Australische Lungenfische (Ceratodontidae)
Lebensraum:
stehende und langsame fließende Gewässer mit dicher Vegetation
Verbreitung:
südöstliches Queensland
Nahrung:
Wirbellose, Fische, Wasserpflanzen

Gefährdung

Die 1964 erstellte Rote Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) hat sich zur umfassendsten Informationsquelle über den globalen Erhaltungszustand von Tier-, Pilz- und Pflanzenarten entwickelt. In ihr sind mittlerweile über 40.000 Spezies gelistet und gibt Auskunft über deren Verbreitungsgebiet, Populationsgröße, Lebensraum und Ökologie, Nutzung und/oder Handel, Bedrohungen und Erhaltungsmaßnahmen. Sie ist ein wichtiges Indikator für den Zustand der biologischen Vielfalt unserer Welt und ist zudem ein Instrument, um diese Vielfalt dauerhaft zu erhalten.

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Aquarium und Terrarium

Das bereits 1967 eingeweihte Gebäude ist bis heute eine renommierte Einrichtung. Die beiden Bereiche des Aquariums zeigen zum einen Wassertiere der gemäßigten Zonen, dazu zählen etwa die Nordsee und das Mittelmeer. Zum anderen sind tropische Süßwasserfische und Bewohner der Korallenriffe zu erleben. In der Schau befinden sich 71 Aquarien sowie sechs Klimalandschaften und fünf Uferbecken. Verbunden sind die beiden Gebäudeflügel durch den Mittelbau, der 32 Terrarien und die Krokodilhalle umfasst. Insgesamt leben hier in diesem Zentrum der Vielfalt rund 750 Tierarten.