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Tierart: Axolotl
Axolotl (Ambystoma mexicanum)

Axolotl

Dieser nachtaktive Schwanzlurch kann eine Länge von 30 Zentimetern und ein Alter von über 20 Jahren erreichen. Axolotl werden niemals richtig erwachsen: Sie metamorphosieren nicht von der Larve zur Landform, sondern verbringen ihr Leben als kiementragende Dauerlarve im Wasser und erreichen in diesem Stadium auch die Geschlechtsreife (was als Neotenie bezeichnet wird). Verantwortlich dafür ist ein angeborener Schilddrüsendefekt.

Die Wildform des Axolotl ist dunkelgrau oder braun gefleckt. In Menschenobhut wurden aber viele Farbvarianten gezüchtet, darunter auch Albinos und goldfarbene Tiere. Wegen seiner besonderen Entwicklung und der außerordentlichen Regenrationsfähigkeit ist der Axolotl ein begehrtes Forschungsobjekt. Die Karriere als Heimtier und Forschungsobjekt wird den Axolotl wohl in Aquarien vor dem Aussterben bewahren. Denn in freier Wildbahn, die über die Jahre von der schnell wachsenden Mexiko-Stadt vereinnahmt wurde, ist die Art akut vom Aussterben bedroht; Urbanisierung und Wasserverschmutzung ermöglichen den Lebensraum für nur noch wenige Tiere in den Kanälen von Mexiko-Stadt.

Axolotl - Ambystoma mexicanum

Systematik:
Querzahnmolche (Ambystomatidae)
Lebensraum:
kühles, sauerstoffreiches Wasser
Verbreitung:
endemisch in den Seen Xochilmilco und Chalco bei Mexiko City
Nahrung:
Wirbellose, kleine Fische, Laich, Larven, auch eigener Nachwuchs
Bestand:
vom Aussterben bedroht
Besonderheit:
kann Gliedmaßen, Organe und sogar Teile von Gehirn und Herz regenerieren

Gefährdung

Die 1964 erstellte Rote Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) hat sich zur umfassendsten Informationsquelle über den globalen Erhaltungszustand von Tier-, Pilz- und Pflanzenarten entwickelt. In ihr sind mittlerweile über 40.000 Spezies gelistet und gibt Auskunft über deren Verbreitungsgebiet, Populationsgröße, Lebensraum und Ökologie, Nutzung und/oder Handel, Bedrohungen und Erhaltungsmaßnahmen. Sie ist ein wichtiges Indikator für den Zustand der biologischen Vielfalt unserer Welt und ist zudem ein Instrument, um diese Vielfalt dauerhaft zu erhalten.

Hier wohne ich

Echter Clownfisch (Amphiprion percula)
Foto: iStock (Vladoskan)

Aquarium und Terrarium

Das bereits 1967 eingeweihte Gebäude ist bis heute eine renommierte Einrichtung. Die beiden Bereiche des Aquariums zeigen zum einen Wassertiere der gemäßigten Zonen, dazu zählen etwa die Nordsee und das Mittelmeer. Zum anderen sind tropische Süßwasserfische und Bewohner der Korallenriffe zu erleben. In der Schau befinden sich 71 Aquarien sowie sechs Klimalandschaften und fünf Uferbecken. Verbunden sind die beiden Gebäudeflügel durch den Mittelbau, der 32 Terrarien und die Krokodilhalle umfasst. Insgesamt leben hier in diesem Zentrum der Vielfalt rund 750 Tierarten.