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Tierart: Serval

Serval

Der Serval lebt in Grasland und Savannen, in denen Wasser und eine Vegetation mit dichtem Gras und Schilf vorhanden ist. Er ist ein hochspezialisierter Nagetierjäger und mit seinen langen Beinen und seinem schlanken Körper gut an die Jagd im hohen Gras angepasst. Die auffällig großen Ohren ermöglichen ihm die Ortung von Mäusen auch ohne Sicht. Er schleicht sich an und fängt die Beute mit einem hohen "Mäuselsprung", ähnlich wie ein Rotfuchs. Er fängt aber auch Vögel und springt dabei bis zu 3 Meter hoch.

Servale leben meist als Einzelgänger und kommen nur zeitweise zu Paaren zusammen. Wenn mehrere Tiere gesichtet werden, handelt es sich um Muttertiere mit ihren Jungen. Die Katzen sind ausgesprochen territorial und markieren ihr Revier mit Duftmarken, vor allem in Form von Urinmarken an Bäumen oder in Form von Kot an prominenten Stellen. Zudem hinterlassen sie Kratzspuren am Boden.

Servale können mit Hauskatzen gekreuztwerden. Die weiblichen Nachkommen solcher Kreuzungen sind fruchtbar, die Männchen der ersten Kreuzungsgenerationen meist steril. Durch Einkreuzen weiterer Hauskatzen entstanden die Savannahkatzen.

Serval - Leptailurus serval

Systematik:
Kleinkatzen (Raubtiere)
Lebensraum:
Feuchtere Savannen
Verbreitung:
Afrika (südlich der Sahara
Fortpflanzung:
1-4 Welpen, 77 Tage Tragzeit
Sozialstruktur:
Überwiegend Einzelgänger
Besonderheit:
Sehr gutes Gehör

Gefährdung

Die 1964 erstellte Rote Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) hat sich zur umfassendsten Informationsquelle über den globalen Erhaltungszustand von Tier-, Pilz- und Pflanzenarten entwickelt. In ihr sind mittlerweile über 40.000 Spezies gelistet und gibt Auskunft über deren Verbreitungsgebiet, Populationsgröße, Lebensraum und Ökologie, Nutzung und/oder Handel, Bedrohungen und Erhaltungsmaßnahmen. Sie ist ein wichtiges Indikator für den Zustand der biologischen Vielfalt unserer Welt und ist zudem ein Instrument, um diese Vielfalt dauerhaft zu erhalten.

Hier wohne ich

Afrika

Mehr als jeder andere Kontinent weist Afrika eine unglaubliche Vielfalt an Klimazonen und Vegetationsformen auf. Das Spektrum reicht dabei von Wüsten und Halbwüsten über Gras- und Baumsavannen bis hin zum immergrünen tropischen Regenwald. Welche Tiere diese ganze unterschiedlichen Regionen bewohnen, zeigt sich im Afrika-Haus - vom kleinen Kurzohr-Rüsselspringer bis zur riesigen Netzgiraffe.