
Agaven
Agaven gehören zu den Sukkulenten. Es gibt über 300 Arten dieser charakteristischen Pflanzen der amerikanischen Trockengebiete. Oft finden sie sich jedoch auch im Mittelmeerraum, wo sie eingeschleppt wurden. Erstaunlich ist, dass es auch winterharte Arten gibt, dazu zählen z.B. Agave ovatifolia, Agave havardiana oder Agave neomexicana. Diese können im Eingangsbereich der Wilhelma bewundert werden.
Agaven blühen nur ein Mal in ihrem Leben. Es wächst ein senkrechter, kräftiger Blütenstand aus der Mitte der Rosette, der bei einigen Arten Höhen von über zehn Metern erreichen kann. An seiner Spitze stehen Blütenstände mit leuchtend gelben, grünlichen, bräunlichen oder rötlichen Blüten. Nach der Blüte stirbt die Pflanze ab.
Die Agave vermehrt sich über Samen und Kindel. Agaven wachsen rosettenförmig am Boden. An den Blattspitzen befinden sich Dornen und häufig auch an den Blatträndern. Diese dienen dem Schutz vor pflanzenfressenden Tieren.
Schön anzusehen ist der Dornenabdruck auf den Blättern, welcher entstand bevor sich das Blatt entfaltet hat.
Agaven - Agave spp.
- Familie:
- Spargelgewächse (Asparagaceae)
- Heimat:
- Südwestliches Nordamerika bis nördliches Südamerika
- Besonderheit:
- Weil bis zum einmaligen Erblühen zehn Jahre, manchmal sogar mehrere Jahrzehnte vergehen können, werden Agaven auch als „Jahrhundertpflanzen“ bezeichnet.
- Standort:
- Kakteenhaus
- Nutzung:
- Aus einigen Arten wird die wirtschaftlich bedeutsame Pflanzenfaser Sisal gewonnen. Agavenblätter sind zuckerreich und werden gegessen, aus Agavensaft werden Sirup, Tequila und Mezcal hergestellt.
Hier wachse ich

Historische Gewächshauszeile
Die Historische Gewächshauszeile zeigt die vielfältige Flora und Fauna unseres Planeten in zahlreichen Facetten: Tropische Orchideen, dornige Kakteen, australische Vögel und filigrane Blüten warten unter den historischen Dächern und Kuppeln aus Glas und Gusseisen. Im angrenzenden Neubau geht es in die Welt der Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren.

Maurischer Garten und Maurisches Landhaus
Das Maurische Landhaus wurde als Badhaus geplant, dann aber als Wohnhaus erbaut. Schon zu Zeiten König Wilhelms I. war der zentrale Wohntrakt beidseitig von Gewächshäusern eingerahmt. Heute beherbergt der gesamte Bau fünf in sich abgeschlossene Pflanzenhäuser sowie zahlreiche tropische Vögel. Vor dem Landhaus entfaltet sich der Maurische Garten mit dem Seerosenbecken. Die historischen Leuchter, Kandelaber genannt, die große Freitreppe, die vielen Skulpturen und die landschaftsarchitektonische Anordnung der Wege, Brunnen und Pflanzen machen ihn zu einem echten Glanzstück.