Zu den Hauptinhalten springen
Pflanzenvielfalt: Agaven

Agaven

Agaven gehören zu den Sukkulenten. Es gibt über 300 Arten dieser charakteristischen Pflanzen der amerikanischen Trockengebiete. Die schwertförmigen, dicken Blätter bestehen aus wasserspeicherndem Gewebe. Sie sind meist grünlich oder bläulich grün gefärbt, einige Arten zeigen auch attraktive grün-gelbe Muster. Als Verdunstungsschutz sind die Blätter mit einer wachsartigen Schicht überzogen.

Agaven wachsen rosettenförmig meistens aus einer Basis am Boden. Die Blattspitzen sind häufig zu kräftigen Stacheln ausgebildet, auch der Blattrand ist bei vielen Arten mit einzelnen Stacheln versehen. Agaven gedeihen auf kargen Böden und überstehen lange Trockenphasen. Sie wachsen sehr langsam, können aber beachtliche Ausmaße erreichen. Die Blätter großer Arten können an der Basis bis zu 20 Zentimeter breit und bis zu 150 Zentimeter lang werden.

Agaven blühen nur ein Mal am Ende ihres Lebens. Dazu wächst in erstaunlicher Geschwindigkeit ein senkrechter, kräftiger Blütenstand aus der Mitte der Rosette, der bei einigen Arten Höhen von über zehn Metern erreichen kann. An seiner Spitze stehen Blütenstände mit leuchtend gelben, grünlichen, bräunlichen oder rötlichen Blüten. Nach der Blüte stirbt die Pflanze ab.

Agaven wurden unter anderem auch im Mittelmeerraum angepflanzt, wo sie heute teils weit verbreitet sind.

Agaven - Agave spp.

Familie:
Spargelgewächse (Asparagaceae)
Heimat:
südwestliches Nordamerika bis nördliches Südamerika
Besonderheit:
Weil bis zum einmaligen Erblühen zehn Jahre, manchmal sogar mehrere Jahrzehnte vergehen können, werden Agaven auch als „Jahrhundertpflanzen“ bezeichnet.
Nutzung:
Aus einigen Arten wird die wirtschaftlich bedeutsame Pflanzenfaser Sisal gewonnen. Agavenblätter sind zuckerreich und werden gegessen, aus Agavensaft werden Sirup, Tequila und Mezcal hergestellt.

Hier wachse ich

Orchideenblüten im historischen Gewächshaus

Historische Gewächshauszeile

Die Historische Gewächshauszeile zeigt die vielfältige Flora und Fauna unseres Planeten in zahlreichen Facetten: Tropische Orchideen, dornige Kakteen, australische Vögel und filigrane Blüten warten unter den historischen Dächern und Kuppeln aus Glas und Gusseisen. Im angrenzenden Neubau geht es in die Welt der Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren.

Maurischer Garten und Maurisches Landhaus

Das Maurische Landhaus wurde als Badhaus geplant, dann aber als Wohnhaus erbaut. Schon zu Zeiten König Wilhelms I. war der zentrale Wohntrakt beidseitig von Gewächshäusern eingerahmt. Heute beherbergt der gesamte Bau fünf in sich abgeschlossene Pflanzenhäuser sowie zahlreiche tropische Vögel. Vor dem Landhaus entfaltet sich der Maurische Garten mit dem Seerosenbecken. Die historischen Leuchter, Kandelaber genannt, die große Freitreppe, die vielen Skulpturen und die landschaftsarchitektonische Anordnung der Wege, Brunnen und Pflanzen machen ihn zu einem echten Glanzstück.